Horgner Reformierte haben eigene Wurst lanciert

Freitag, 21. Juli 2017

Beim «Znacht für alle» kamen am 7. Juli über 60 Personen in der Reformierten Kirchgemeinde zusammen, um die neu lancierte Horgner Reformationswurst zu
testen.

Der Grund dieser «Extrawurst» ist folgende Anekdote, die aus der Anfangszeit der Zürcher Reformation überliefert ist:

Eine kleine, reformiert gesinnte Gruppe um Zwingli protestierte 1522 gegen die strengen Fastengebote. Diese Gleichgesinnten trafen sich beim Buchdrucker
Froschauer und assen während der angeordneten Fastenzeit demonstrativ eine Wurst. Die Folge war, dass der Staat einschritt und die Rädelsführer Rechenschaft
über ihr Tun ablegen mussten.

Dieses Geschehnis gilt als Eröffnungsakt der Reformation in Zürich. Die Aktion wurde nicht etwa aus Respektlosigkeit gegenüber dem Staat und der Kirche durchgeführt, sondern aus Interesse an einer Erneuerung der Kirche. Das reformatorische Programm der christlichen Freiheit sollte exemplarisch dargestellt
werden.

Im Andenken an diese Zeit haben die Horgner Reformierten eine Reformationswurst lanciert. Sie soll daran erinnern, (selbst-)kritisch und zugleich wohlwollend für ein gutes Weiterentwickeln der Kirche in der heutigen Gesellschaft einzustehen.

Die Wurst mit einer leicht scharfen Note ist in der Metzgerei Grond erhältlich.