Reformationsgeschichten aus Wittenberg, Zürich und Horgen

Vortrag von Peter Niederhäuser, Historiker, Winterthur

Donnerstag, 20. Juni 2019, 19.30 Uhr
Reformiertes Kirchgemeindehaus Horgen

 

Als Martin Luther in Wittenberg seine Thesen publizierte, befand sich Europa im Umbruch. Buchdruck, Entdeckungen, die Internationalisierung der Politik oder auch die Anfänge des Welthandels veränderten das Weltbild der Menschen. Hier setzten Reformatoren wie Luther, Zwingli oder Calvin an, um ausgehend von einer Rückbesinnung auf die Bibel neue theologische Vorstellungen zu formulieren.

Die Reformation war kein Paukenschlag, der mit den Wittenberger Thesen 1517 begann, sondern glich einem Prozess, der schon früher einsetzte und in Städten wie auf dem Land eine fundamentale Diskussion über Gott und die Welt auslöste. Während die Ereignisse in Zürich gut bekannt sind, scheinen die Vorgänge auf der Zürcher Landschaft, so auch in Horgen, weniger klar. Wie begeistert nahmen die Landbewohner die Neuerungen auf? Welche Auswirkungen hatten die reformatorischen Ideale für den Alltag am Zürichsee?

 

Peter Niederhäuser ist Spezialist für mittelalterliche Geschichte, beschäftigt sich regelmässig mit kirchlichen Themen im Spannungsfeld von Religion und Politik und ist im Rahmen des 500-Jahr-Jubiläums in Zürich wie in Winterthur an verschiedenen Reformationsprojekten beteiligt.

 

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